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Der EV Bozen wurde 1984 von den vier Bozner Vereinen SV Gries, HC Rentsch, HC Jugendclub und Micky Maus mit dem Ziel gegründet die aufwändige Jugendarbeit der Vereine zu übernehmen.


Außerdem sollte der Verein ein Gegengewicht zum HC Bozen darstellen, der nicht allen Eishockey begeisterten Jugendlichen die Möglichkeit bot in diesem Sport Fuß zu fassen.


Ein Glücksfall für den EV Bozen 84 war es, dass Ander Amonn, bereits geschätzter Präsident des HC Bozen in seiner ersten Hochphase, die Präsidentschaft der „Weiß-Blauen“ übernahm. Unter seinen Fittichen wurde die Basis für einen straff organisierten Verein geschaffen, der seine ganze Kraft und seine ganzen Mittel in den Dienst der Jugend stellte. Mit dem ebenfalls glorreichen Jaroslav Pavlu als Trainer benötigte der EV Bozen keine lange Anlaufzeit, um erfolgreich zu sein.


Im Laufe der Zeit erkannte die Vereinsführung, dass Jugendarbeit ohne eine Vorbildmannschaft steril zu bleiben droht und begann auch eine Kampfmannschaft ins Rennen zu schicken, die bis in die zweite italienische Liga vordrang. Als Spielertrainer streifte unter anderem auch der mehrmalige russische Weltmeister und Olympiasieger Mischa Wassiliev das EV-Trikot über.


Angesichts der Tatsache, dass das Wetteifern im italienischen Eishockey mehr als einen Verein in den finanziellen Ruin trieb, zog der EV Bozen 84 nach ein paar Jahren seine erste Mannschaft aus dem Meisterschaftsbetrieb zurück. Immer mehr Ausländer und die damit verbundenen Kosten konnte und wollte sich die Vereinsleitung nicht leisten, denn Hauptaufgabe sollte nach wie vor die Jugendarbeit und der Breitensport sein.


Um den eigenen Talenten den Weg nach oben nicht zu verbauen wurde in den späten Neunziger Jahren zusammen mit dem HC Bozen das Projekt „Young Selection“ aus der Taufe gehoben. Nach dem Willen seines geistigen Vaters Michael Mair sollte es talentierte Nachwuchsspieler aus dem Großraum Bozen und weiter vereinen und als Kaderschmiede arbeiten. Tatsächlich reiften in dieser Mannschaft Spieler den Reihen des EV Bozen 84 wie Christian Walcher, Matthias Mair sowie Stefan Zisser und Alexander Egger (die beide den Sprung in die italienische Nationalmannschaft schafften).


Nach mehreren Jahren reiner Jugendarbeit - die reifsten Spieler spielten in dieser Zeit für den HC Siebeneich und den HC Future Bozen in der Serie A2 - schickt der EV Bozen mittlerweile wieder selbst eine Kampfmannschaft ins Rennen, die an der Staatsmeisterschaft der Serie C U 26 teilnimmt, denn die eigene Jugend braucht auch ein Ziel.


 


 


 
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